Rezension Victoria Schwab – Monsters of Verity: Unser düsteres Duett

Rezension  Victoria Schwab – Monsters of Verity: Unser düsteres Duett

Autor: Victoria Schwab
Titel: Monsters of Verity: Unser düsteres Duett
Herausgeber: Loewe Verlag  
Datum der Erstveröffentlichung: 11. März 2019
Buchlänge: 480 Seiten
Titel der Originalausgabe:  Monsters of Verity: Our Dark Duet
ISBN: 978-3785589229
Preis: HC 19,95€ / eBook 14,99€
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 Dieser Beitrag enthält Werbung, da es sich um ein Rezensionsexemplar handelt 

 

ACHTUNG! Diese Rezension enthält Spoiler!
Zu meiner Rezension von Band 1 geht’s hier entlang

 

 

Monster, Monster, klein und groß, werden dich packen und lassen nicht los.
Der Gesang der Kinder in den Straßen ist verklungen. Verity City ist zerstört. Jede Nacht werden weitere Monster geboren.
Aber Kate und August kämpfen unerbittlich. Sie haben beschlossen, keine Angst mehr zu haben. Da erhebt sich eine mächtige Kreatur: Sie ernährt sich von den verdunkelten Herzen der Menschen. Und sie wächst und wächst …

(Quelle: Loewe Verlag)

 

 

 

„Dunkelheit kann Dunkelheit nicht vertreiben. Nur Licht kann das.
Hass kann Hass nicht vertreiben, nur Liebe kann das.“
– Martin Luther King (1929-1968)

 

Sechs Monate nach den Ereignissen aus Band 1 hält August noch immer die Stellung in Verity City und versucht dort seine Aufgaben so gut es geht zu erfüllen, während Kate sich in Prosperity befindet und dort mit einer zusammengewürfelten Gruppe eigenständig auf Monsterjagt geht.
August kämpft nach wie vor mit seinem Gewissen was er für richtig hält und seiner Pflicht, die im auferlegt wurde. Kate hingegen mit ihren inneren und äußeren Dämonen. Sie geht auf die Jagd, um ihre Einsamkeit und ihre Trauer zu vergessen – bis sie einer Kreatur begegnet, die weder Corsai, noch Malchai, noch Sunai zu sein scheint. Sie ist anders, dunkler und gefährlicher und auf dem Weg nach Verity City.

 

Gewalt erzeugt Gewalt und aus monströsen Taten entstehen Monster. 
(Seite 127)

 

Ich glaube, nichts und niemand hätte mich je auf diese Fortsetzung und dieses Ende vorbereiten können.
Ich glaube, nichts und niemand  könnte jemals ausdrücken wie sehr ich diese Charaktere und die Geschichte liebe.
Ich glaube, ich bin innerlich noch nie so zerbrochen und habe dabei keine einzige Träne vergossen, weil ich genau diese Trauer in mir behalten wollte. Nichts davon sollte verschwendet werden.
Und ich weiß, dass es niemals wieder so eine einzigartige Fantasy-Geschichte geben wird, die ähnliches in mir auslösen wird.

Nicht oft im Leben bekommt man die Gelegenheit, sein Herz, seine Seele und sein Wesen durch wenige Worte auf Papier zerstören zu lassen, aber dieses Buch hier hat genau das geschafft.  

Eigentlich möchte ich Victoria Schwab für diese Dilogie hassen, weil ich mich jetzt taub fühle. Emotionslos. Leer.
Andererseits möchte ich sie umarmen und ihr Standing Ovations geben, denn ihr Ideenreichtum und Augusts Violinenspiel haben mich begeistert und mit Emotionen gefüllt.

Letzte Warnung -> Spoiler ahead! 

Wie ihr vielleicht schon merkt ist dieses Buch ist ein Widerspruch in sich, denn ich habe so gelitten und es mit jeder Faser meines Körpers genossen.
Es ist ein Unikat, das vor allem von seine Hauptfiguren und der dichte Atmosphäre getragen wird. Während es mich bei anderen Büchern im YA Bereich oft stört, dass Nebencharaktere zu blass bleiben, hätte es hier nicht perfekter gelöst sein können.
Und genau das hat mir erst Bewusst gemacht wie wichtig und einnehmend Kate und August doch waren.
Allein diese Szene am Ende in der Kate stirbt, war absolut perfekt. Es mag vielleicht seltsam klingen, weil genau diese Szene auch gleichzeitig das Schlimmste war, was überhaupt passieren konnte – aber diese Tragödie zeigt Victoria Schwabs Schreibstil in all ihrer Schönheit.
Kate war willensstark und doch gebrochen. Sie geriet ständig in Situationen, aus denen die meisten YA-Charaktere mit ähnlichen Persönlichkeiten so gut wie immer unbeschadet herumspaziert wären – doch nicht Kate.
Ihr Tod gab mir das Gefühl, dass Victoria die Konsequenzen jeder Handlung wirklich kannte. Kate verhielt sich unbesiegbar, war es aber leider nicht.
Es ist das erste Mal, dass ich den Tod einer Hauptfigur verstehe und dafür bin ich dankbar, aber auch sauer. 

 

 

Charaktere, die durch ihre hellen, aber vor allem durch ihre dunklen Seiten überzeugen.
Eine Autorin, die ich für ihren Schreibstil und ihre Genialität einfach liebe.
Eine Geschichte, die ich so noch nicht gelesen habe. 

Dieses Buch macht nicht glücklich. Es ist düster und traurig, aber unglaublich ehrlich.
Es verletzt, aber genau das muss es auch, denn nur dann war es wichtig. 

Danke für diese Seiten!

 

 

♥ Vielen Dank an den Loewe Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplars! ♥

 

 

Über die Autorin

Victoria Schwab lebt in Nashville, Tennessee, und arbeitete nach dem Studium in den verschiedensten Jobs, ehe sie ihre Leidenschaft zum Beruf machte. Mit ihren Büchern, die sich regelmäßig auf der New York Times-Bestsellerlist platzieren, hat sie sich in den USA bereits eine große Fangemeinde erschrieben. Sie veröffentlicht auch als V.E. Schwab.

(Quelle: Loewe Verlag)

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