Rezension Ross Welford – Der 1000-jährige Junge

Rezension  Ross Welford – Der 1000-jährige Junge

Autor: Ross Welford
Titel: Der 1000-jährige Junge
Herausgeber: Coppenrath Verlag
Datum der Erstveröffentlichung: 14. Januar 2019
Buchlänge: 384 Seiten
Titel der Originalausgabe: The 1000-Year-Old Boy
ISBN: 978-3-649-63027-2
Preis: HC 16,00€ / eBook 10,99€
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 Dieser Beitrag enthält Werbung, da es sich um ein Rezensionsexemplar handelt 

 

 

Der Wunsch nach ewigem Leben ist so alt wie die Menschheit – aber nach tausend Jahren muss es auch mal genug sein, findet Alfie Monk.
Die Wikinger in England? Alfie erinnert sich, als wäre es gestern gewesen. In den letzten tausend Jahren hat er als ewig Elfjähriger so einiges erlebt. Doch als seine Mutter, eine Nimmertote wie er, bei einem tragischen Unfall doch stirbt, muss er sein abgeschottetes Leben aufgeben und sich der modernen Welt stellen – inklusive Smartphones und Schulfieslingen.
Zum Glück kann er sich auf seine neuen Freunde Aidan und Roxy verlassen, denn die Mission, die nun auf ihn wartet, birgt jede Menge Abenteuer: Er muss einen Weg finden, sein ewiges Leben loszuwerden.

Quelle: Coppenrath Verlag

 

 

Das Spiel mit der Zeit ist etwas, das mich als Leser schon immer fasziniert hat.
Träumst du auch manchmal davon unsterblich zu sein, auf Zeitreisen zu gehen oder auch einfach mal die Zeit anhalten zu können?
Es ist heute sehr leicht Zeit zu gewinnen, sie zu verschwenden oder spontan unseren Lebensbedingungen anzupassen, aber altern müssen wir letztendlich doch alle.
Manchmal zieht sich Zeit wie Kaugummi, manchmal vergeht sie wie im Flug aber dank der Bücher ist es uns immerhin schon möglich, durch sie zu reisen.

Ewig leben und dabei nicht älter werden. Klingt doch traumhaft oder?
Genau diesen Traum leben der 11-jährige Alfie Monk und seine Mutter als sogenannte Nimmertote schon sehr sehr lange. 

Seit dem Alfie vor fast 1000 Jahren eine der wenigen kostenbaren Lebensperlen für sich und seine Katze Biffa genutzt hat, sind beide nicht einen Tag älter geworden. Er genießt sein Leben, hat bereits Charles Dickens persönlich kennengelernt und zwei Weltkriege mit- und überlebt. Doch als seine Mutter bei einem schlimmen Brand ums Leben kommt, ist Alfie plötzlich auf sich alleine gestellt. Er landet in einem Waisenhaus und soll von nun an wie jedes andere Kind in seinem Alter zur Schule gehen. Da er sich aber weder mit den neuesten Trends, noch mit den aktuellen Umgangsformen von Teenagern auskennt, wird dieser Neustart schwieriger als gedacht. Von da an steht für Alfie fest, dass es mit dem ewigen Leben jetzt ein Ende haben muss – er will eine Zukunft wie jedes andere Kind auch! Und zum Glück findet er zwei Freunde, die ihm dabei helfen wollen. 

Die Geschichte von Alfie Monk hat vieles, aber vor allem eine unglaubliche Sogwirkung – erst einmal damit angefangen, wollte ich mit dem Lesen gar nicht mehr aufhören.
Ross Welford spielt in Der 1000-jährige Junge perfekt mit der Zeit und den Veränderungen, die damit einher gehen und lässt auch hinsichtlich aufkommender Fragen nichts unbeantwortet.
Er nimmt seine Leser mit, erklärt sowohl seine „Nimmertoten“, als auch die Einschränkungen, die ein solches Leben mit sich bringt und lässt niemanden im Unklaren darüber, dass sowohl Alfie, als auch seine Mutter durchaus sterblich sind.
Sprachlich und inhaltlich bleibt der Autor zwar bei seiner Zielgruppe der Leser und Leserinnen ab dem 10. Lebensjahr, aber auch ich mit meinen 35 Jahren war gefesselt von der Andersartigkeit des Romans und natürlich auch von Alfie selbst, der sich innerlich doch sehr von anderen Kinderbuch-Protagonisten unterscheidet. 

Freundschaft,Vertrauen, die Sehnsucht nach einem anderen Leben, der Wunsch erwachsen zu werden und eine unglaubliche Liebe zum Lebens machen den Roman zu einem absolut lesenswerten Genuss.

 

 

Ich kann euch diese Geschichte wirklich nur ans Herz legen. Egal ob zum Vorlesen, selber lesen oder als Geschenk.
Dieses Buch ist alterslos und zeitlos.

 

 

♥ Vielen Dank an den Coppenrath Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplars! ♥

 

 

Über den Autor

Ross Welford war Journalist und Fernsehproduzent, bevor er entschied, sich ganz und gar dem Schreiben zu widmen. Er lebt mit seiner Frau, seinen Kindern, einem Border Collie und einer Menge tropischer Fische in London. „Zeitreise mit Hamster“ ist sein Debüt.

Quelle: Coppenrath Verlag

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