Rezension Oliver Schlick – Wächter der Meere, Hüter des Lichts

Rezension Oliver Schlick – Wächter der Meere, Hüter des Lichts

Autor: Oliver Schlick
Titel: Wächter der Meere, Hüter des Lichts
Herausgeber: Ueberreuter Verlag 
Datum der Erstveröffentlichung: 14. Juli 2017
Buchlänge: 400 Seiten
ISBN: 3764170735
Preis: HC 17,95€ / eBook 14,99€
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♥ Dieser Beitrag enthält Werbung, da es sich um ein Rezensionsexemplar handelt ♥

 

 

Ein Leuchtturm ist ein Ort zwischen den Welten. Zwischen Land und Meer. Zwischen Feste und Wasser. Ein Ort, an dem sich das Endliche und das Unendliche berühren.

»Komm … Wasser … weg …« Eine flehende Stimme am aufgewühlten Meer und ein berstender Leuchtturm verfolgen die sechzehnjährige Rebecca im Traum. Als sie kurz darauf von Leuchtturmwärtern kontaktiert wird, glaubt sie nicht an einen Zufall. Doch nichts kann sie auf die erschütternden Dinge vorbereiten, in die sie nun eingeweiht wird. Plötzlich ist nichts mehr, wie es war – denn das Schicksal hat Rebecca eine ganz besondere Rolle zugedacht …

Quelle: Ueberreuter Verlag  

 

 

 

„Ein Leuchtturm ist ein besonderer Ort. Ein Ort, an dem sich das Endlich und das Unendliche berühren.“

Für mich haben Bücher über Leuchttürme seit jeher etwas Magisches. Ich kann es nicht genau in Worte fassen, aber bereits von Kindesbeinen an war ich fasziniert von der Ruhe, die diese Gebäude ausstrahlen, selbst wenn das Meer in tosenden Wellen um sie herum wütet. Sie bilden eine Konstante, bedeuten Schutz und spenden Licht, selbst wenn die Welt um sie herum dunkel ist.

Klar, dass ich mit dieser Vorliebe natürlich auch unbedingt Wächter der Meere, Hüter des Lichts lesen wollte und ich kann euch jetzt schon verraten, dass ich definitiv nicht enttäuscht wurde. 

Rebecca hat schon früh ihre Eltern verloren und wurde danach von einem Ehepaar adoptiert, das zwar dafür sorgt, dass es ihr materiell an nichts etwas fehlt, Gefühle oder gar Zuneigung ihr gegenüber aber nie zeigt.
Als Rebecca um ihren sechszehnten Geburtstag herum plötzlich anfängt Gesprächsfetzen zweier verschiedener Stimmen in ihrem Kopf zu hören und von mehreren Unbekannten verfolgt wird, beschleicht sie das Gefühl, dass irgendetwas ganz und gar nicht stimmt.
Sie hat Angst verrückt zu werden und wendet sich damit vertrauensvoll an ihre Adoptiveltern. Doch als diese sie wegen der Stimmen sofort in eine psychosomatische Klinik verfrachten und wegsperren lassen, offenbaren sich ihr die unheimlichen Verfolger und stellen sich als “Wächter” vor – eine Vereinigung unter dem Deckmantel alltäglicher Leuchtturmwärter, die eine Prophezeiung erfüllen sollen.
Und Rebecca ist durch einen Vorfall in ihrer Kindheit Teil dieser Prophezeiung geworden. Daher, so erklärt man ihr, rühren auch die Stimmen in ihrem Kopf.
Die Wächter müssen mit der Hilfe von Rebecca das Geheimnis ihrer Stimmen aber erst entschlüsseln, um diese auch zu erfüllen, doch die Mission droht zu scheitern, denn unter den Wächtern befindet sich ein Verräter…

Oliver Schlick hat mit Wächter der Meere, Hüter des Lichts ein Buch erschaffen, das sowohl ein Jugendroman mit Fantasy Elementen, als auch ein modernes Märchen sein könnte. Doch egal, wie man es letzten Endes auch betiteln mag, eins bleibt dabei immer gleich: Es ist großartig!

Der Autor gibt seinen Figuren nicht nur phantasievolle, auf sie individuell zugeschnittene Namen, denen sie in jeder Beziehung gerecht werden, sondern lässt sie auch von einem haarsträubenden und oft zum Schmunzeln einladenden Abenteuer ins nächste stolpern – immer auf oder am Meer und vor der grandiosen Kulisse, der Leuchttürme (für mich übrigens der heimlichen Hauptdarsteller des Buches!). Denn um sie und ihre Bedeutung für die Schifffahrt aber auch ihre Symbolkraft dreht sich hier alles.
Im Grunde beginnt und endet die Geschichte mit ihnen und ihrer geheimnisvollen Faszination und selbst heute, nachdem sie längst automatisiert sind und keiner Wärter/Wächter mehr benötigen, scheint diese ungebrochen.
Oliver Schlick lässt sie noch einmal hell leuchten und erstrahlen in seinem Roman, den ich geradezu atemlos verschlungen habe. Er der mich nicht nur bestens unterhalten sondern mir auch Hoffnung gegeben – und deshalb kann ich ihn auch ohne jede Einschränkung weiterempfehlen!

 

 

Wächter der Meere, Hüter des Lichts ist großartige Literatur aus Deutschland!
Ein rundum gelungenes Buch mit packendem und geheimnisvollem Inhalt, vor dem inneren Auge lebendig erscheinenden Charakteren und wunderschöner Thematik.  Freundschaft, Hoffnung, Loyalität und das große Eins sein vor der großartigen Kulisse der Leuchttürme.

 

 

♥ Vielen Dank an den Ueberreuter Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplars! ♥

 

 

Über den Autor

Oliver Schlick wurde 1964 in Neuwied/Rhein geboren. Nach Abitur und Zivildienst studierte er Sozialarbeit an der FH Düsseldorf. Seit mehreren Jahren ist er in der stationären Jugendhilfe und der Flüchtlingsarbeit tätig. Oliver Schlick lebt in Düsseldorf, und wenn er nicht schreibt, verbringt er die Zeit mit dem Sammeln von Schneekugeln und Blechspielzeug sowie dem exzessiven Hören von »The Cure«.

Quelle: Ueberreuter Verlag

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