Rezension Catherine Doyle – Sturmwächter: Das Geheimnis von Arranmore

Rezension  Catherine Doyle – Sturmwächter: Das Geheimnis von Arranmore

Autor: Catherine Doyle
Titel: Sturmwächter: Das Geheimnis von Arranmore
Herausgeber: Oetinger Verlag  
Datum der Erstveröffentlichung: 21. Januar 2019
Buchlänge: 380 Seiten
Titel der Originalausgabe:  The Storm Keeper`s Island
ISBN: 3789109525
Preis: HC 15,00€ / eBook 10,99€
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 Dieser Beitrag enthält Werbung, da es sich um ein Rezensionsexemplar handelt 

 

 

Ein magischer Sommer auf der Insel, die niemals vergisst.

Die irische Insel Arranmore ist durchdrungen von Magie. Als der 11-jährige Fionn Boyle zusammen mit seiner Schwester Tara dort den Sommer bei seinem Großvater verbringt, erfährt er, dass er, genau wie seine Vorfahren, ein Sturmwächter ist. Er lernt, Magie in der Flamme einer Kerze einzufangen und so in die Vergangenheit zu reisen. Als sich ein heftiger Sturm zusammenbraut, gilt es die Inselbewohner vor der dunklen Macht jener Zauberin schützen, die in den Tiefen Arranmores schläft. Wird Fionn dieser Herausforderung gewachsen sein?

„Sturmwächter“ von Catherine Doyle garantiert Hochspannung: mit einem stürmischen Inselsetting, atmosphärisch erzählt und von atemberaubender Magie.

Quelle: Oetinger Verlag

 

 

Als mir Sturmwächter damals bei der FBM 2018 vorgestellt wurde, packte ich mir das Buch sofort auf die Wunschliste. Gänsehaut überzog meinen gesamten Körper als Lea Wiebusch vom Oetinger Verlag den Inhalt kurz zusammenfasste und auch wenn ich eh schon gerne Kinder- und Jugendbücher lese, wusste ich: Diese Geschichte wird etwas ganz besonderes!

Der 11jährige Fionn Boyle soll die Ferien mit seiner drei Jahre älteren Schwester Tara auf der irischen Heimatinsel seiner Mutter, Arranmore, verbringen. Trara hat schon den letzten Sommer dort bei ihrem Großvater Malachy verbracht und bereits vage Andeutungen von Geheimnissen verlauten lassen, ohne jedoch konkret darauf einzugehen. Seinen Vater hat er nie kennengelernt, da dieser vor seiner Geburt in Arranmores umliegenden Gewässern als Seenotretter ertrunken ist.
Bereits nach seiner Ankunft spürt Fionn, dass mit der Insel irgendwas nicht stimmt und sie auf ihn in magische Weise reagiert. Das Gras wächst und schwindet unkontrolliert schnell und auch sein Großvater, über dessen Familiengeschichte er so gut wie nichts weiß, verhält sich recht merkwürdig und reserviert. Kerzen in allen möglichen Formen und Farben zieren sein Haus und auch die Namen, die er ihnen gegeben hat, lassen vermuten, dass sie mehr enthalten als simples Wachs. Nach und nach erfährt er, dass sein Opa der hiesige Sturmwächter ist, welcher die Insel vor Unwettern und einer dunkeln Zauberin schützt. Und er hat ihn, Fionn Boyle, als sein Nachfolger auserkoren. Aber es gibt noch jemanden, der dieses Amt unbedingt an sich reißen, doch  zu seinem eigenen Vorteil nutzen möchte – und jemanden, der die böse Macht wiedererwecken will.

Auch wenn die irische Autorin Catherine Doyle mit ihrem Fantasy-Abenteuer auf eine jüngere Leserschaft abzielt, ist das Buch definitiv auch für ältere Fantasy-Fans mehr als gut lesbar. Wie so oft bei vergleichbaren Werken ist das Ende trotz eines vorhandenen Abschlusses schon auf eine mögliche Fortsetzung ausgelegt. Handlungsort ist die tatsächlich existierende irische Insel Arranmore (gälisch: Árainn Mhór), von der auch die Vorfahren der Autorin stammten.

 

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Quelle  

 

Und genau dieser Schauplatz war es auch, der mich komplett verzaubert und fasziniert hat. Die atmosphärischen Beschreibungen von Catherine Doyle haben die sturmtosenden Steilküsten sowie Malachys altes Haus ungeheuerlich lebendig wirken lassen, sodass man sich stellenweise richtig in den Seiten verliert. Die Insel wirkt wie eine eigenständige Figur, die eine wilde Schönheit umgibt und auch die Charaktere, allen voran natürlich Fionn waren sehr authentisch gezeichnet – wobei einzelne Worte durch die Übersetzung vielleicht etwas untypisch und holprig im Sprachgebrauch eines 11jährigen Jungen wirkten.

Die Handlung verläuft sehr geradlinig und hat meine Erwartungshaltung einer traditionellen Abenteuergeschichte sogar noch übertroffen.
Anstatt sich den anderen Kindern bei der Erkundung der Insel anzuschließen, verbringt Fionn sehr viel Zeit im Haus von Malachy, zu dem er auch recht bald eine sehr innige Beziehung aufbaut. So wächst auch Fionns Verständnis für die Magie der Insel zwischen den Schichten der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Und während Kerzen Erinnerungen einschließen, verliert sein an Alzheimer erkrankter Großvater diese immer mehr und mehr.
Es ist eine Geschichte über die tiefen Bindungen zwischen Familie und Trauer mit Momenten, in denen ich innehalten und mich sammeln musste.

 

 

Spannend, magisch und zauberhaft schön. Sturmwächter ist ein abenteuerliches Buch, in dem aber auch viel Herz und Liebe steckt.

 

 

 

♥ Vielen Dank an den Oetinger Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplars! ♥

 

 

Über die Autorin
Catherine Doyle wuchs in Westirland am Atlantischen Ozean auf. Ihre Vorfahren leben auf Arranmore und haben sie zu der Reihe „Sturmwächter“ inspiriert. Ihre Liebe für Bücher entdeckte sie durch die großen irischen Mythen und Legenden. Sie hat in Galway Psychologie und Verlagswissenschaft Publizistik studiert.

Quelle: Oetinger Verlag   

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