Rezension Eva Siegmund – H.O.M.E.: Das Erwachen

Rezension  Eva Siegmund – H.O.M.E.: Das Erwachen

Autor: Eva Siegmund
Titel: H.O.M.E.: Das Erwachen
Herausgeber: cbj Verlag
Datum der Erstveröffentlichung: 10. Dezember 2018
Buchlänge: 448 Seiten 
ISBN: 3570312305
Preis: TB 13,00€ / eBook 9,99€
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♥ Dieser Beitrag enthält Werbung, da es sich um ein Rezensionsexemplar handelt ♥

 

 

Die siebzehnjährige Zoë hat ein perfektes Leben: Sie besucht eine Eliteakademie, gemeinsam mit ihrer großen Liebe Jonah. Doch plötzlich findet sie sich in einem heruntergekommenen Krankenhaus wieder. Angeblich lag sie zwölf Jahre im Koma und fragt sich nun verzweifelt: War alles nur ein Traum? Gemeinsam mit Kip, dessen Bruder Ähnliches durchlebt hat, deckt Zoë ein atemberaubendes Geheimnis auf. Sie muss sich entscheiden, auf welcher Seite sie steht und ob sie ihr perfektes Leben wirklich zurückhaben will …

Quelle: cbj Verlag

 

 

Bisher lief im Leben der siebzehnjährigen Zoë alles nach Plan. Sie besuchte die H.O.M.E.-Akademie, hatte die Liebe ihres Lebens gefunden und sollte eine wichtige Mission leiten, wofür sie monatelang ausgebildet wurde.
Doch dann wacht sie in dem ihr fremden Berliner Charité auf. Angeblich lag sie zwölf Jahre im Koma, besitzt aber noch all ihre kognitiven und physischen Fähigkeiten aus jeder Ausbildungszeit an der Akademie – und stellt nicht nur für die Ärzte ein Rätsel dar. Aber bei ihren Eltern und dem älteren Bruder überwiegt vorerst die Freude, das verloren geglaubte Familienmitglied endlich wieder mit nach Hause nehmen zu können.
Wie Zoë bald erfahren muss, herrscht in Berlin größere Wasserknappheit als je zuvor, die Stadt und auch die elterliche Wohnung wirken heruntergekommen und nichts ist so, wie Zoë gedacht hat – aber es passt auch nichts zusammen.
Gemeinsam mit Kip, der seinen Bruder durch ähnliche Umstände verloren hat, wie Zoë sie durchleben musste, begibt sie sich auf die Suche nach Antworten, denn einfach will sie ihr neues Leben nicht akzeptieren.

 

 

„Sagen Sie mir noch einmal, wo ich bin“, flüsterte ich nach einer halben Ewigkeit. „Sie sind im Universitätsklinikum Berlin Mitte“, sagte Akalin mit ruhiger Stimme. „Sie sind in Sicherheit.“ „Nein“, entgegnete ich, den Blick noch immer auf den Spiegel geheftet. „Ich bin in der Hölle.“ – S.32.–

Schon als ich zum ersten Mal von dem Buch gehört hatte, war mir klar, dass ich es lesen muss. Der Klappentext klingt einfach unglaublich spannend und geheimnisvoll, auch wenn ich zuvor noch nichts von der Autorin gelesen habe.
H.O.M.E.- Das Erwachen spielt in der nahen Zukunft im heruntergekommenen Berlin. Dort herrscht Wasserknappheit, doch auch auf dem übrigen Planeten gibt es kaum bis gar kein Wasser mehr – die Menschen kämpfen ums Überleben.
Dieses Thema taucht zwar in letzter Zeit relativ häufig in Dystopien auf, aber man muss erschreckenderweise zugeben, dass es einfach verdammt realistisch erscheint.

Eva Siegmund hat mit H.O.M.E.- Das Erwachen ein erschreckendes, aber authentisches Zukunftsszenario erschaffen, dessen Plot ebenfalls einiges zu bieten hat. Teils verwirrend, teils actionreich, wechseln die Passagen hin und wieder auch zu ruhigeren Abschnitten, die Zeit zum Durchschnaufen lassen.
Der Schreibstil war flott und erfrischend, sodass man beim Lesen zügig voran kam und sich nicht unnötig lange an Nebensächlichkeiten aufhalten musste.

Die Grundidee kann man auf den ersten Blick ebenfalls als interessant betrachten, aber leider wirkte das große Ganze am Ende weniger unausgereift.
Beispielsweise würde die über zwölf Jahre andauernde Wasserknappheit, zumindest in meinem Kopf, für mehr Unruhen und Gewaltausbrüche sorgen und auch die Papierherstellung, für die nun mal enorm viel Wasser benötigt wird, sollte längst vom elektronischen Schriftverkehr abgelöst worden sein.
Auch Protagonistin Zoë war mir stellenweise zu flach und ihr Verhalten, nach kürzester Zeit einfach alle Aussagen der Ärzte zu akzeptieren, erschien mir ehr unlogisch. Dafür blieb sie aber über die knapp 450 Seiten sehr sympathisch, wenn auch leider etwas dümmlich.

 

 

Ein gelungener Auftakt, der durch das düstere, aber hochaktuelle Thema extra punkten konnte.
Eine beklemmende Grundstimmung mit einer spannenden Grundidee, die aber zu viele Logikfehler aufweist. Der Einfachheit halber kann man zwar darüber hinweg sehen, trotzdem bleibt ein leicht fahler Beigeschmack bestehen.
Trotzdem bin ich sehr daran interessiert, wie es mit Zoë weitergeht.

 

 

♥ Vielen Dank an den cbj Verlag der Verlagsgruppe Random House für die Zusendung des Rezensionsexemplars! ♥

 

 

Über die Autorin 

Eva Siegmund, geboren 1983 im Taunus, stellte ihr schriftstellerisches Talent bereits in der 6. Klasse bei einem Kurzgeschichtenwettbewerb unter Beweis. Nach dem Abitur entschied sie sich zunächst für eine Ausbildung zur Kirchenmalerin und studierte dann Jura an der FU Berlin. Nachdem sie im Lektorat eines Berliner Hörverlags gearbeitet hat, lebt sie heute als Autorin an immer anderen Orten, um Stoff für ihre Geschichten zu sammeln.

Quelle: cbj Verlag  

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