Rezension Russel D McLean – Ed ist tot

Rezension Russel D McLean – Ed ist tot

Autor: Russel D McLean
Titel: Ed ist tot
Herausgeber: Golkonda Verlag  
Datum der Erstveröffentlichung: 03. August 2018
Buchlänge: 280 Seiten
ISBN: 9783946503477
Preis: Broschiert 12,90€ / eBook 9,99€
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 Dieser Beitrag enthält Werbung, da es sich um ein Rezensionsexemplar handelt 

 

 

Jen Carter ist eine Prosecco liebende Buchhändlerin, die gerade ihren Traum von der Schriftstellerei an den Nagel gehängt hat, genauso wie ihren chaotischen Freund (oder eher Ex) Ed.

Als Jen eines Abends einen unerwünschten Eindringling in ihrer Wohnung bemerkt, bewaffnet sie sich mit einem Messer – und sticht zu. Was sie nicht ahnt, ist, dass sie gerade aus Versehen ihren Ex umgebracht hat, der offenbar etwas Kostbares in ihrer Wohnung versteckt hatte. Doch was tun mit einer noch warmen Leiche, einem Sack voller Drogen und einem ominösen Geldberg? Und noch viel wichtiger: Wie kann man den zwielichtigen Typen entgehen, die anscheinend noch eine Rechnung mit Ed offen hatte?

Ein humorvoller Noir-Krimi, der ein für alle Mal beweist, dass Frauen mehr mörderische Gene in sich tragen als Männer.

Quelle: Golkonda Verlag  

 

 

Jens Freund Ed treibt es bunt, zu bunt für das Verständnis der ehr strukturierten Buchhändlerin – Und so beschließt sie ihn kurzerhand vor die Tür zu setzen.
Glücklich, Ed endlich los zu sein, kehrt sie am Abend leicht angetrunken von einem Treffen mit ihrer Freundin in ihre Wohnung zurück, und vergisst dabei dummerweise, dass der nervige Ex immer noch einen Zweitschlüssel hat.
Daher schiebt sie auch die Geräusche, die sie beim Nachhausekommen aus ihrer Abstellkammer vernimmt, auf einen Einbrecher. Mutig und mit einem Küchenmesser bewaffnet stellt sie sich dieser Gefahr, und so kommt, was kommen muss: Ed ist tot. Zwar ehr zufällig und ungewollt, aber das Ergebnis bleibt das Gleiche.
Ihn anschließend jedoch zu beseitigen ist die eine Schwierigkeit, aber wie entkommt Jen nun den fiesen, brutalen Typen, die nun hinter ihr und dem Geld her sind, das Ed ihnen schuldet.

 

 

„Erst kein Glück und dann noch Pech,“
„Stimmt.“
„Solche Tage haben wir alle schon erlebt.“
(Seite 261)

Seid ihr auch schon mal am Abend mit dem untrügerischen Gefühl nach Hause gekommen, heute nur vom Pech verfolgt zu sein?
Dann solltet ihr unbedingt „Ed ist tot“ von  Russel D McLean lesen, denn danach erscheinen euch eure bisherigen Erlebnisse definitiv als Petitessen! 

Ich muss ganz ehrlich sein: Hätte ich dieses Cover in einem Buchladen stehen sehen, wäre ich wahrscheinlich daran vorbei gelaufen, ohne es überhaupt in die Hand zu nehmen.
Aber zum Glück habe ich mir vorher den Klappentext durchgelesen, sonst wäre mir dieses kleine Lesehighlight tatsächlich entgangen – also Notiz an mich: Never judge a Book by it`s Cover.
Denn was man vielleicht nicht gleich auf Anhieb Vermuten mag, verbirgt sich  hinter „Ed ist tot“ eine abgedrehte Geschichte mit rabenschwarzen, britischen Humor. 

Hauptprotagonistin Jen entwickelt sich um Laufe des Buches von einer unbescholtenen Bürgerin, die es nicht mal zu einem Strafzettel wegen Falschparkens geschafft hat, zur meistgesuchten und gefährlichsten Frau Schottlands. Ihre unfreiwillige Entwicklung ist so rasant und unterhaltsam, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte.
Eigentlich ausweglos, rettet sie sich gewitzt und skrupellos aus jeder Misere, und als immer mehr Leichen ihren Weg pflastern, wird einem klar: Aus der Geschichte kommt sie jetzt nicht mehr so einfach raus.
Dabei sind die meisten Handlungen von Jen natürlich extrem unrealistisch und stark überzogen, aber auch das darf man bei diesem schottischen Krimi allzu nicht ernst nehmen. Man fiebert mit ihr mit und dazu muss man sie nicht immer verstehen, denn egal ob unglaubwürdig oder unlogisch – spannend ist ihre Geschichte allemal.
Und so entsteht ein Kopfkino, bei dem Quentin Tarantino definitiv Regie geführt haben könnte. 

 

 

Absolut spitzenmässig, mit einem Humor, wie ihn nur die Briten beherrschen.
Dieser äußerst bizarre Krimi nimmt sich selbst nicht allzu ernst und alle, die sich gerne auf spannend abstruse Geschichten einlassen, sei dieses Buch wärmstens empfohlen.

 

 

♥ Vielen Dank an den Golkonda Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplars! ♥

 

 

Über den Autor

Schotte durch und durch, feilte an seinen Schreibkünsten, während er mehrere Jahre lang als Buchhändler in Dundee und Glasgow arbeitete und direkt an der Quelle saß. Inzwischen überzeugt er mit seinen Romanen, die bereits in mehrere Sprachen übersetzt wurden.

Quelle: Golkonda Verlag

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