Rezension Jay Kristoff & Amie Kaufmann – Gemina: Die Illuminae-Akten_02

Autor: Jay Kristoff & Amie Kaufmann
Titel: Gemina: Die Illuminae-Akten_02
Herausgeber: dtv Verlagsgesellschaft  
Datum der Erstveröffentlichung: 21. September 2018
Buchlänge: 672 Seiten
Titel der Originalausgabe: Gemina – The Illuminae Files_02
ISBN: 9783423762328
Preis: HC 19,95€
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 Dieser Beitrag enthält Werbung, da es sich um ein Rezensionsexemplar handelt 

 

***ACHTUNG***BAND 2***
Diese Rezension enthält möglicherweise Spoiler

 

 

Hanna ist die verwöhnte Tochter des Kommandanten der Sprungstation Heimdall, Nik der zweifelnde Sohn des Mafia-Clans. Beide hadern mit dem Leben an Bord der langweiligsten Raumstation des Alls, bis eine feindliche Kampfeinheit die Station angreift, nach und nach die Bewohner der Station dezimiert, während ein Funktionsausfall des Wurmlochs das Raum-Zeit-Kontinuum zu zerfetzen droht. Hanna und Nik kämpfen nun nicht mehr nur um das eigene Überleben und ihre neu gefundene Liebe – das Schicksal der Heimdall und wahrscheinlich das des gesamten Universums liegt in ihren Händen. Aber keine Panik. Sie schaffen das. Hoffen sie jedenfalls.

Quelle: dtv Verlag  

 

 

Geduld und Schweigen hatten eine wunderhübsche Tochter. Ihr Name war Vergeltung.
(Seite 217)

Jay Kristoff zählt seit „Nervernight“ zu jeden Autoren, von denen ich sogar Einkaufszettel lesen und rezensieren würde. Egal was er schreibt, ich liebe und verschlinge es! Er zählt für mich zu den Rock N`Roll Stars unter den Schriftstellern und ist auch einer der Wenigen, die ich tatsächlich gerne mal persönlich treffen würde.
Egal ob auf Instagram oder sonstigen Plattformen, er wirkt durchweg sympathisch und teilt in kurzen Videos Bereiche seines Lebens mit uns Fans und solchen, die es noch werden sollen. Er feiert Erfolge mit uns, zeigt die Kunst, die er von Lesern erhält, und philosophiert über Verhaltensweisen seiner Mitreisenden auf Flughäfen. Aber genug geschwärmt, denn hier soll es ja nicht ausschließlich um Mr. Kristoff gehen, sondern um “Gemina“, den zweiten Teil der Illuminae Trilogie, die er gemeinsam mit Amie Kaufman geschrieben hat.

Was mich an diesen Büchern immer wieder begeistert ist die fast schon einzigartige und aufwendige Art der Aufmachung. Liest man normalerweise von Kapitel zu Kapitel, verfolgt man hier die Geschehnisse anhand von Akten und Aufzeichnungen. Und wer jetzt denkt Akten wälzen sei langweilig, der hat eben noch nicht die Illuminae-Akten gelesen. Auf mittlerweile rund 1200 Seiten haben die beiden Autoren nicht nur eine völlig neue Art des Lesens erschaffen, sondern sogar schnöde Science-Fiction Romane für jedermann zugänglich gemacht. Klar, es geht um Wurmlöcher, das Raum-Zeit-Kontinuum und ähnlich wissenschaftliche Themen, aber eben so dargestellt, dass selbst einem normalen Liebesroman Leser das weite Weltall so plausibel erscheint, wie einfachste Mathematik. 

Auch wenn die Atmosphäre und die äußeren Umstände in dieser Fortsetzung (zum Glück) ziemlich gleich bleiben, lernen wir in “Gemina“ jedoch zwei neue Protagonisten und eine neue Raumstation kennen. Hanna und Nik leben auf der Sprungstation Heimdall, die vielen bereits vom Namen her bekannt sein dürfte. Denn Heimdall ist auch das Ziel von Kady und Ezra aus Band 1, die nach einigen < ERROR > Schwierigkeiten auf dem Weg dorthin sind.
Ich muss ja gestehen, dass mir dieser Charakterwechsel gerade am Anfang einige Steine in den Weg gelegt hat, denn der Abschied von Kady und Ezra ist mir wirklich schwerer gefallen, als gedacht. Aber lernt man Hanna und Nik erstmal kennen, lernt man sie auch lieben. Schnell wird deutlich, dass diese beiden mindestens genauso interessant und facettenreich und auch mindestens genauso liebenswert und schlau sind, wie ihre Vorgänger.
Und natürlich – wie sollte es auch anders sein – streuen die beiden Autoren wieder viele kleine Insider Schätze, bei deren Entdeckung man sich jedes Mal wie ein kleines Kind freut (Als Beispiel findet man auf Seite 328 eine Opferliste von Passagieren, unter denen man auch die Autorin Leigh Bardugo finden kann). Ein weiteres Highlight sind die vielen liebevoll gestalteten Illustrationen von Marie Lu. Sie schneien so weich und zerbrechlich und passen im ersten Moment nicht wirklich in diese erschreckend brutale Welt, aber genau dieser Kontrast hat mich förmlich umgehauen.
Und jetzt kann ich es kaum erwarten den dritten Band in meinen Händen zu halten. Denn ich hoffe auf eine Zusammenführung der bisherigen Hauptprotagonisten und darauf, endlich wieder mit Jay und Amy durchs Weltall zu rocken! 

 

 

Lesen, lieben und mitfiebern! Endlich ein Science-Fiction, der ohne < ERROR > staubtrockene Thematiken auskommt. Definitiv auch für genrefremde Leser sehr zu empfehlen.

 

 

♥ Vielen Dank an den dtv Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplars! ♥

 

 

Über den Autoren 

Amie Kaufman wuchs in Australien und Irland auf und hatte als Kind das Glück, in der Nähe einer Bücherei zu wohnen. Heute lebt sie mit ihrem Mann und ihrem Hund Jack in Melbourne und schreibt Science-Fiction- und Fantasy-Romane für Jugendliche. Sie liebt Schokolade und Schlafen, hat eine riesige Musiksammlung und einen ganzen Raum voller Bücher.

Jay Kristoff verbrachte den Großteil seiner Jugend mit einem Haufen Bücher und vielseitiger Würfel in seinem spärlich beleuchteten Zimmer. Als Master of Arts verfügt er über keine nennenswerte Bildung. Er ist zwei Meter groß und hat laut Statistik noch 13.020 Tage zu leben. Zusammen mit seiner Frau und dem faulsten Jack-Russell-Terrier der Welt lebt er in Melbourne.

Quelle: dtv Verlag   

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