Rezension John August – Arlo Finch: Im Tal des Feuers (1)

Autor: John August
Titel: Arlo Finch: Im Tal des Feuers (1)
Herausgeber: Arena Verlag  
Datum der Erstveröffentlichung: 24. August 2018
Buchlänge: 320 Seiten
Titel der Originalausgabe:  Arlo Finch in the Valley of Fire
ISBN: 3401604155
Preis: HC 16,00€ / eBook 12,99€
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 Dieser Beitrag enthält Werbung, da es sich um ein Rezensionsexemplar handelt 

 

 

„Wenn ich dich sehen kann, können sie dich auch sehen … Sei vorsichtig, Arlo Finch!“

Irgendwas stimmt nicht in Pine Mountain. Das merkt Arlo Finch sofort, als er mit seiner Familie in das abgeschiedene Bergdorf zieht. Was hat es mit den merkwürdigen Tieren auf sich, die ihm immer wieder am Waldrand auflauern, und was mit dem Mädchen, das niemand außer ihm sieht? Zum Glück findet Arlo in Indra, Henry Wu und den ortsansässigen Rangern schnell Freunde, die sich bestens auskennen mit den Geheimnissen der Langen Wälder, mit Schutzzaubern und den Gefahren der Wildnis. Doch auch sie hätten nie geahnt, in welch unglaubliches Abenteuer sie geraten, als sie die Wälder gemeinsam mit Arlo betreten.

Quelle: Arena Verlag 

 

 

Feenkäfer, Wische, Schnipslichter und ein Gespenterhund – irgendetwas Seltsames geht da vor sich in den Long Woods.
Arlo Finch ist gerade mit seiner Mutter und Schwester Jaycee zu Onkel Wade in das kleine, abgelegene Dorf Pine Mountain gezogen, als er merkt, dass in den nahegelegenen Wäldern ein magisches Geheimnis verborgen liegt. Doch ehe er richtig begreift, was genau dort vor sich geht, ist er schon mittendrin im Abenteuer, das auch große Gefahren mit sich bringt. 

 

 

Wahrhaftig, tapfer, gütig, treu,
Hüter zugleich von Alt und Neu.
Ich hüte die Wildnis,
schütze die Schwachen,
markiere den Weg,
will es richtig mache.
Geister des Waldes, seid bereit
höret meinen Ranger-Eid.

„Arlo Finch – Im Tal des Feuers“ ist das Debüt von US-Drehbuchautor John August, der unter anderen auch  für seine Projekte mit Tim Burton – darunter „Charlie und die Schokoladenfabrik“ – bekannt wurde.
Und ja, man spürt beim Lesen förmlich die Kinotauglichkeit des Stoffes. Die Erzählweise, die Art des Spannungsaufbaus, der Humor und das visuelle Potenzial einiger Szenen eigenen sich im Grunde bestens für die Leinwand. 

Viele sind der Meinung, dass die Geschichte sehr an Harry Potter erinnert, was ich aber nicht direkt bestätigen kann. Klar gibt es einige Parallelen, wenn man sie den suchen will, aber der Aufbau, das Setting und auch die Charaktere ähneln ehr einer düsteren Version von Percy Jackson.

Die Story beginnt ohne große Einleitung. Man ist direkt im Geschehen und wird von der Handlung, aber auch von Arlos Charakter,  in ihren Bann gezogen.
Der Autor hat wirklich ein Händchen dafür, vom ersten Moment an eine geheimnisvolle und schaurig schöne Atmosphäre zu schaffen. Das Dorf Pine Mountain, die Natur Colorados mit ihren Wäldern und das düstere Haus von Onkel Wade sorgen für das richtige Gänsehaut-Feeling und die bildhaften Beschreibungen für ein faszinierendes Kopfkino im Lesesessel.
Wirklich überrascht war ich aber auch davon, wieviel Spass und Freude ich mit meinen 35 Jahren an diesem Buch hatte, denn man darf nicht vergessen, dass es sich hier um einen Jugendroman für 10-12 jährige handelt. Oft fühle ich mich für solche Geschichten zu alt, aber hier war alles genau richtig.
Auch die moralischen Botschaften und Wertevermittlungen waren nicht allzu Belehrend. Freundschaft, Mut, Treue, vorurteilfreies Leben, all das hat dazu geführt, dass ich mich wieder wie ein Teenager im Zeltlager gefühlt habe.

Kurz und knapp: Man kann dieses Buch wirklich bedenkenlos jedem / jeder abenteuerlustigen 10-14 jährigen in die Hand drücken, aber auch Erwachsene werden ihren Spaß an dieser Geschichte haben. 

 

 

Ein vielversprechender Reihenauftakt. Humorvoll und spannend erzählt, hat sich John August mit „Arlo Finch: Im Tal des Feuers“ definitiv einen Platz unter meinen Jahreshighlights gesichert. 

 

 

♥ Vielen Dank an das Team von „Vorab lesen“ und den Arena Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplars! ♥

 

 

Über den Autor 

John August, geboren 1970 in Colorado, ist ein US-amerikanischer Drehbuchautor und Journalist. Zu seinen bekanntesten Drehbüchern gehören u.a. in Zusammenarbeit mit Tim Burton die Kinoadaption von „Big Fish“, die Neuverfilmung von „Charlie und die Schokoladenfabrik“ sowie „Corpse Bride“ und „Frankenweenie“. „Arlo Finch“ ist John Augusts Kinderbuchdebüt. Der Autor lebt mit Mann und Tochter in L.A.

Quelle: Arena Verlag 

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