Rezension Holly Bourne – Spinster Girls – Was ist schon typisch Mädchen?

Autor: Holly Bourne
Titel: Spinster Girls – Was ist schon typisch Mädchen?
Herausgeber: dtv Verlagsgesellschaft  
Datum der Erstveröffentlichung: 31. August 2018
Buchlänge: 416 Seiten
Titel der Originalausgabe: What’s a Girl gotta do?
ISBN: 3423718013
Preis: TB 10,95€ / eBook 9,99€
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 Dieser Beitrag enthält Werbung, da es sich um ein Rezensionsexemplar handelt 

 

Da es sich hier um den zweiten Band der Spinster Girls Reihe von Holly Bourne handelt, möchte ich euch vor möglichen Spoilern warnen.
Meine Rezension zu Band 1 findet ihr hier  

 

 

Wir sind stark, wir lassen uns nichts sagen und küssen trotzdem. Wir sind die Spinster Girls!

Alles, was Lottie will, ist die Welt zu verändern. Dafür startet sie ein Experiment: Einen Monat lang möchte sie mit ihren Freundinnen auf ihrem Vlog auf jede sexuell diskriminierende Situation aufmerksam machen, die ihnen im Alltag widerfährt. Ebenso wichtig ist Lottie aber das Vorstellungsgespräch an der Eliteuni Cambridge, auf das sie sich schon seit Jahren vorbereitet. Und dann ist da auch noch Will, der sie tagtäglich auf die Palme bringt. Hat sie sich zu viel vorgenommen?

Quelle: dtv Verlag   

 

 

Ich hatte zu spüren bekommen, wie schwer es ist, für etwas zu kämpfen, an das man glaubt. Legte man den Finger in eine Wunde, schlugen und traten die Leute nach einem, versuchten, einem die Glaubwürdigkeit zu untergraben, einen in Rage zu versetzen, einem den Mund zu verbieten und einen in die Schublade zurückzuschieben.

Da mir bereits der erste Band der Spinster Girls Trilogie so gut gefallen hatte, war klar, auch der zweite Teil musste unbedingt gelesen werden!
Ich hab mich unendlich darauf gefreut, die drei Mädels wieder in Aktion zu erleben, muss aber gestehen, dass mir der Einstieg diesmal etwas schwerer gefallen ist.
Während es in „Was ist schon normal?“ hauptsächlich um die ehr ruhige Evie und ihre Zwangsstörung ging, befasst sich „Was ist schon typisch Mädchen?“ intensiver mit Lottie. Und Lottie ist gelinde gesagt ganz schön laut.
Doch hat man den ersten Schreck überwunden, kann man sie einfach nur gern haben.
Ihr Engagement für den Feminismus und ihr Ziel, eines Tages Premierministerin zu werden, um sich noch mehr für die Rechte der Frauen einzusetzen, ist einfach bewundernswert. Zielstrebig, lässt sie sich von nichts und niemandem abbringen, ihren Weg zu gehen – auch dann nicht, wenn ihre Übermotivation gesundheitsbedenkliche Züge annimmt.
Manch ein Charakter würde dadurch vielleicht unglaubwürdig und überzogen rüberkommen, aber zu Lottie passen diese Attribute wie die Faust aufs Auge.

Die Geschichte selbst hat sich, wie auch schon der Vorgänger, sehr schnell und einfach lesen lassen. Zwar ist das Drumherum durch Lotties Art deutlich lustiger gestaltet, aber der Grundgedanke, auf den Sexismus in unserer Gesellschaft hinzuweisen und die Menschen dafür zu sensibilisieren, verdient definitiv große Beachtung. Holly Bourne schafft es, wichtige Themen auch für Jugendliche interessant werden zu lassen, und ich hoffe, dass viele sich auch von ihr inspirieren lassen. 

Natürlich kommt auch bei „Was ist schon typisch Mädchen?“ die Liebe nicht zu kurz, denn ganz ehrlich? Ein Teenager ohne ein typisches Wechselbad der Gefühle – DAS wäre in meinen Augen unglaubwürdig.

Lottie, Amber und Evie: Es war mir eine Ehre euch wieder ein Stück begleiten zu dürfen und ich freue mich jetzt schon unendlich auf das Wiedersehen in Band 3 „Was ist schon Liebe?“, das voraussichtlich im Frühjahr 2019 erscheinen wird. 

 

 

Lustig, ehrlich und unglaublich wichtig!
Ein großartiges Jugendbuch über Freundschaft, die Liebe und die Frage, welche Rolle jeder für sich in der Gesellschaft einnehmen will.
Definitiv kein Buch, dass in eine Schublade gesteckt werden soll (Achtung Wortwitz), sondern durchaus stolz im Regal stehen darf!

 

 

♥ Vielen Dank an den dtv Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplars! ♥

 

 

Über die Autorin

Holly Bourne, geboren 1986 in England, studierte Journalismus an der University of Sheffield und hat erfolgreich als Journalistin gearbeitet, bevor sie das Schreiben von Jugendbüchern zu ihrem Beruf machte. Mit den Wünschen und Sehnsüchten von Jugendlichen kennt sie sich gut aus, da sie auf einer Ratgeber-Webseite viele Jahre lang Beziehungstipps an junge Leute von 16 – 25 Jahren gab.

Quelle: dtv Verlag 

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