Rezension Gesa Schwartz – Emily Bones: Die Stadt der Geister

Autor: Gesa Schwartz
Titel: Emily Bones: Die Stadt der Geister
Herausgeber: Planet! Thienemann-Esslinger Verlag GmbH
Datum der Erstveröffentlichung: 17. Juli 2018
Buchlänge: 416 Seiten
ISBN: 3522505654
Preis: HC 14,99€ / Ebook 11,99€
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 Dieser Beitrag enthält Werbung, da es sich um ein Rezensionsexemplar handelt 

 

 

Emily glaubt zu träumen, als sie sich eines Nachts in einem Grab wiederfindet. Aber es ist kein Traum. Entsetzt stellt sie fest, dass sie gestorben ist und nun als Geist auf dem Friedhof Père Lachaise herumspuken muss. Aber sie denkt gar nicht daran, sich damit abzufinden. Denn sie ist keines natürlichen Todes gestorben, und fortan hat Emily nur noch ein Ziel: Sie will ihren Mörder finden und sich das Leben zurückholen, das er ihr gestohlen hat. Doch das ist selbst für einen Geist viel gefährlicher, als Emily es je für möglich gehalten hätte …

 

 

Emily Bones, ein dreizehnjähriges Pariser Mädchen, wacht eines Morgens auf und begreift nicht, in was für einer dummen Kiste sie eigentlich liegt. Als sie sich im Dunklen herumtastet, vermutet sie zunächst, Opfer eines üblen Scherzes geworden zu sein, denn diese Kiste stellt sich als Sarg heraus. Glücklich, sich endlich befreit zu haben, trifft sie schon der nächste Schock: Sie befindet sich auf dem berühmten Pariser Friedhof, wo ihr tatsächlich echte Geister weismachen wollen, dass sie nun einer von ihnen ist. Aber Emily will sich damit auf keinen Fall abfinden und beschließt, sich ihr Leben zurückzuholen.

 

 

Was mich sofort begeistert hat, war die Atmosphäre, die hier geschaffen wurde. Düster, geheimnisvoll, alles ein bisschen nebelig – perfekt für das kommende Halloween und diese Jahreszeit.
Emily ist für ihr Alter eine sehr starke Protagonistin. Dickköpfig, stur, und definitiv nicht auf den Mund gefallen bietet sie jedem Paroli, der ihr Vorschriften machen möchte, die nicht ihren Vorstellungen entsprechen. Eigentlich mag ich solche Charaktere, aber an dieser Stelle war es mir doch etwas zu viel des Guten.
Auch der ausladende Schreibstil von Gesa Schwartz konnte mich nicht richtig überzeugen. Durch unnötige und ausufernde Beschreibungen haben sich einige Kapitel und Konversation unnötig in die Länge gezogen und nach knapp 250 Seiten war einfach die Luft raus.
Selbst die schrägen und ulkig beschriebenen Nebencharaktere, die ich, nebenbei bemerkt, wirklich sehr ins Herz geschlossen habe, konnten mich nicht mehr komplett ins Geschehen zurückholen.
Vielleicht war es das falsche Buch zum falschen Zeitpunkt, vielleicht lag es auch einfach an meinem Alter.
Was es auch war, ich bin mir sicher, dass Kinder und Jugendliche ab 11 Jahren mit “Emily Bones: Stadt der Geister“ trotzdem ihre Freude haben werden. 

 

 

Gute Idee, atmosphärisches Setting und Geisterwesen, die man einfach nur ins Herz schließen kann. Leider blieb die erhoffte Spannung aus und wurde durch langatmige Kapitel ersetzt, die sehr zum „darüber hinweglesen“ eingeladen haben.

 

 

♥ Vielen Dank an das Bloggerportal der Verlagsgruppe Randomhouse für das Rezensionsexemplar! ♥

 

Über die Autorin

Gesa Schwartz wurde 1980 in Stade geboren. Sie hat Deutsche Philologie, Philosophie und Deutsch als Fremdsprache studiert. Ihr besonderes Interesse galt seit jeher dem Genre der Phantastik. Nach ihrem Abschluss begab sie sich auf eine einjährige Reise durch Europa auf den Spuren der alten Geschichtenerzähler. Für ihr Debüt „Grim. Das Siegel des Feuers“ erhielt sie 2011 den Deutschen Phantastik Preis in der Sparte Bestes deutschsprachiges Romandebüt. Zurzeit lebt sie in der Nähe von Hamburg in einem Zirkuswagen.

Quelle: Thienemann-Esslinger Verlag GmbH

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