Rezension Stefan Beuse & Sophie Greve – Die Ziege auf dem Mond: Oder das Leben im Augenblick

Autor: Stefan Beuse & Sophie Greve
Titel: Die Ziege auf dem Mond: Oder das Leben im Augenblick
Herausgeber: Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG
Datum der Erstveröffentlichung: 23. Juli 2018
Buchlänge: 72 Seiten
ISBN: 3446260501
Preis: Broschiert 14,00€
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 Dieser Beitrag enthält Werbung, da es sich um ein Rezensionsexemplar handelt 

 

 

Die Ziege lebt auf dem Mond – allein, aber glücklich. Jeden Tag landen Dinge auf dem Mond, die die Ziege neu benennen muss. Es sind hübsche und traurige Dinge, nützliche und gefährliche, aus denen sich die Ziege ihr Leben baut. Ganz ohne Zeitdruck kann sie dem Flüstern der Sterne lauschen und im Traum den Ozean schmecken. Bis etwas Großes im Mondkrater landet, das Geräusche macht und lebendig scheint. Etwas Geheimnisvolles, Schönes, das sich beim Darüber-Nachdenken verändert – und das den ganzen Mut der Ziege fordert. Ein Buch voller Wunder, das zeigt, wie reich, verrückt und poetisch das Leben ist – und ein philosophisches Abenteuer für Kinder und Erwachsene, die das Staunen nicht verlernt haben.

 

 

 

Eigentlich wollten meine Tochter und ich gestern nur kurz ins Buch reinlesen, kamen dann aber wie so oft einfach nicht mehr davon los, bis es zu Ende war – leider viel zu schnell.
Also haben wir gleich nochmal von vorne begonnen, uns diesmal jedoch bewusst mehr Zeit für die knapp 72 Seiten genommen, um jeden Satz und jedes Bild wirklich zu genießen.
Denn Aufmerksamkeit hat „Die Ziege auf dem Mond“ definitiv verdient.
Die wahnsinnig schönen Aquarell-Illustrationen haben sicherlich ihren Teil dazu beigetragen, dass das Buch zu so etwas besonderem geworden ist, aber auch die Geschichte an sich hat etwas märchenhaft losgelöstes und ist gleichzeitig fantasievoll, verrückt und philosophisch.

„Das Leben im Augenblick“ ist nicht nur der Untertitel sondern auch das Motto der Ziege. Sie lebt im Augenblick, allein. Wie sie auf den Mond kam, wie lange sie schon dort lebt und warum Rucola dort wächst sind zwar berechtigte Fragen die in meinem Kopf herumgegeistert sind, meine Tochter hingegen aber weniger interessiert haben. Kinder akzeptieren diese Begebenheiten einfach und sind in diesem Alter der Ziege wohl ähnlicher als wir Erwachsenen.
Sie machen sich keine Gedanken darüber was gestern passiert ist oder was sie am nächsten Tag zu tun haben. Sie erleben jeden Augenblick ihres Lebens als den besten, weil das jetzt alles ist, was für sie zählt.
Ein wunderschönes (Vor)Leseerlebnis.

 

 

Die Ziege auf dem Mond gehört zu jenen besonderen Büchern, die man als Erwachsener genauso genießen kann, wie als Kind.
Es ist voller poetischer und philosophischer Lebensweisheiten und handelt vom Glücklichsein, von Zufriedenheit und vom Leben im Augenblick.
In dem Sinne: YOLO  ☺

 

Ich habe dieses Buch als Rezensionsexemplar erhalten.
Vielen Dank an den Hanser Verlag!

 

Über die Autoren

Stefan Beuse, geboren 1967, lebt in Hamburg. Er arbeitete u.a. als Texter, Fotograf und Journalist. Für sein literarisches Werk wurde er vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Preis des Landes Kärnten beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb und dreimal mit dem Hamburger Förderpreis für Literatur. Seine Romane „Kometen“ und „Meeres Stille“ wurden fürs Kino verfilmt. Zuletzt erschien der Roman „Das Buch der Wunder“. Die Ziege auf dem Mond (2018) ist sein erstes Kinderbuch, entwickelt zusammen mit Sophie Greve, die die Geschichte auch illustrierte.

Sophie Greve, geboren 1986, lebt in Hamburg, gestaltet, konzipiert, schreibt und illustriert. Sie hat Kommunikationsdesign studiert und jahrelang als Art-Direktorin für Agenturen und Unternehmen gearbeitet. Heute arbeitet sie freiberuflich. Die Ziege auf dem Mond (2018) ist das erste von ihr illustrierte Kinderbuch, entwickelt zusammen mit Stefan Beuse, der die Geschichte geschrieben hat.

Quelle

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