Rezension Walter Moers – Die Stadt der Träumenden Bücher (Comic): Band 2: Die Katakomben

♥ Dieser Beitrag enthält Werbung, da es sich um ein Rezensionsexemplar handelt 

 

Autor: Walter Moers / Florian Biege (Illustrator)
Titel: Die Stadt der Träumenden Bücher (Comic): Band 2: Die Katakomben
Herausgeber: Albrecht Knaus Verlag
Datum der Erstveröffentlichung: 09. Januar 2018
Buchlänge: 128 Seiten
ISBN: 3813505022
Preis: HC 25,00€
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Achtung, dies ist eine Rezension zu Band 2.
Zur Rezension von Band 1 gehts hier entlang.

 

 

Buchhaim ist die „Stadt der Träumenden Bücher“, wo Bücher nicht nur spannend oder komisch sind, sondern auch in den Wahnsinn treiben oder sogar töten können. Walter Moers` fantastische Abenteuergeschichte um den jungen Dichter Hildegunst von Mythenmetz, der das Geheimnis eines makellosen Manuskriptes ergründet, hat weltweit die Leser begeistert. Nun gibt es diese Geschichte aus dem Abenteuerreich der Literatur als prächtige Graphic Novel. In jahrelanger Arbeit hat Walter Moers seinen Romantext auf die Bedürfnisse einer Graphic Novel umgearbeitet und in Form eines Szenarios Hunderte von Bildern skizziert, die Florian Biege in enger Zusammenarbeit mit dem Autor kongenial in einen brillanten Comic von plastischer Farbigkeit verwandelt hat. Herausgekommen sind zwei staunenswerte Bände, eine filmische Neuerzählung des Romans, angereichert mit einem Glossar und einer Panorama-Klapptafel (Band 1) und einem „Making of“ (Band 2).

Band 2, „Die Katakomben“, erzählt, wie Hildegunst aus der Gemeinschaft der Buchlinge vor den bösartigen Bücherjägern fliehen muss, anschließend dem Schattenkönig begegnet und den Rückweg an die Oberfläche Zamoniens antritt.

 

 

Schattenkönig: „Diejenigen, die besser schreiben können, als die anderen, nennt man Schriftsteller.
Die, die besser schreiben als die Schriftsteller, nennt man Dichter.
Und die, die besser schreiben als die Dichter, haben den Eingang zum Orm gefunden.“

Hildegunst von Mythenmetz, der sich nun in den Katakomben der Stadt Buchhaim befindet, wird von den Buchlingen in das Geheimnis des Orms eingeweiht. Doch egal wie liebevoll und fürsorglich er auch von seinen neuen kleinen Freunden behandelt wird, sein Wunsch an die Oberfläche zurückzukehren, wächst mit jedem Tag. Als die gefährlichen Bücherjäger die Grotte der Buchlinge angreifen, kann Hildegunst fliehen und irrt erneut allein durch die Katakomben und stößt dabei auf den, vor dem sich jeder fürchtet: den Schattenkönig.

 

 

Analog zum ersten Teil gilt auch hier: Die Geschichte um Hildegunst von Mythenmetz ist mir wahrscheinlich die allerliebste von allen Zaminienromanen bisher.
Wie auch schon in Band 1 illustriert wieder Florian Biege in seiner detailreichen und wunderschönen Art die Fortsetzung und überzeugt durch sein großartiges Talent. Ich bin zwar auch in der Zwischenzeit kein Grafic Novel Experte geworden und habe wenig Vergleichsmöglichkeiten, aber was die beiden da erschaffen haben, hätte man sich als Fan nicht besser wüschen können.
Ich möchte behaupten, dass der Detailreichtum im zweiten sogar noch um einiges besser ist als im ersten Band. Und auch hier fallen die vorgenommenen Kürzungen, die aufgrund des starken Romanumfangs unumgänglich waren, nicht ins Gewicht.
Definitiv ein Buch, dass ich auch in Zukunft noch öfters durchblättern und verschenken werde.

 

 

Ein in Erfüllung gegangener Traum für Moers-Fans und jene, die es noch werden wollen!

♥ Vielen Dank an das Bloggerportal der Verlagsgruppe Randomhouse für das Rezensionsexemplar! ♥

 

 

Über den Autor

Der Lindwurm Hildegunst von Mythenmetz ist der bedeutendste Großschriftsteller Zamoniens. Berühmt wurde er durch seine 25-bändige Autobiographie „Reiseerinnerungen eines sentimentalen Dinosauriers“, ein literarischer Bericht über seine Abenteuer in ganz Zamonien und vor allem in der Bücherstadt Buchhaim.

Walter Moers lebte nach seiner Schulzeit zunächst von Gelegenheitsarbeiten, begann dann eine kaufmännische Lehre und brachte sich selbst das Zeichnen bei. Er gilt als öffentlichkeitsscheu, gibt nur wenige Interviews und lässt sich selten fotografieren, was inzwischen eine Art Markenzeichen von ihm ist. Daher sollten auch biographische Angaben zu Walter Moers, einschließlich des Namens, mit Vorsicht behandelt werden, da es keine wirklich gesicherten Quellen dazu gibt.
In Anbetracht der Drohbriefe, die Moers von Rechtsradikalen infolge der Veröffentlichungen seiner „Adolf, die Nazisau“ erhielt, dient ihm diese Öffentlichkeitsscheu ebenso als Schutz.
Walter Moers wohnt in Hamburg.

 

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