Rezension C. E. Bernard – Palace of Glass: Die Wächterin (Palace-Saga, Band 1)

Autor: C.E. Bernard
Titel: Palace of Glass: Die Wächterin
Herausgeber: Penhaligon Verlag
Datum der Erstveröffentlichung: 19. März 2018
Buchlänge: 416 Seiten
ISBN: 3764531959
Titel der Originalausgabe: Touch That Fire (Rea 1)
Preis: Broschiert 14,00€ / Ebook 9,99€
Erwerben

 

 

Stellen Sie sich vor…

London wäre ein Ort, an dem Tugend und Angst regieren. Ein hartes Gesetz untersagt den Menschen, die Haut eines anderen zu berühren. Denn die Bevölkerung und insbesondere das Königshaus fürchten die Gefahr, die von den sogenannten Magdalenen ausgeht – Menschen, deren Gabe es ist, die Gedanken anderer durch Berührung zu manipulieren. Die junge Rea zeigt so wenig Haut wie möglich. Einzig während illegaler Faustkämpfe streift sie ihre Handschuhe ab. Doch wie kommt es, dass die zierliche Kämpferin ihre körperlich überlegenen Gegner stets besiegt? Und warum entführt sie der britische Geheimdienst? Bald erfährt Rea, dass sie das Leben des Kronprinzen beschützen muss. Doch am Hof ahnt niemand, dass sie selbst sein größter Feind ist.

 

 

„Keinerlei Berührungen. So lautet das oberste Gebot, das uns von Kindesbeinen an eingebläut wird, die einzige Regel, die wirklich von Bedeutung ist. Trage stets deine Handschuhe.“

London im Jahr 2054. Seit bekannt wurde, dass einige Menschen die Gabe haben Gedanken zu lesen und Erinnerungen durch bloßen Hautkontakt zu manipulieren, ist in vielen Teilen der Welt ein neues Gesetz erlassen worden: Jeder muss sich in der Öffentlichkeit komplett verhüllen, Körperlichkeit ist zeitlich begrenzt und nur verheirateten Paaren zur Fortpflanzung gestattet, Hautkontakt ansonsten strengstens verboten. Rea gehört zu dieser Sorte Mensch, sie ist eine Magdalena und muss unter allen Umständen ihre Gabe verbergen, sonst droht ihr und ihrem Bruder der Tod. Da sie den Körperkontakt jedoch von Zeit zu Zeit benötigt um überhaupt einen klaren Gedanken fassen zu können, nimmt sie an illegalen Kämpfen teil. Und genau das wird ihr zum Verhängnis. Durch ihr kämpferisches Talent werden Mitglieder der königlichen Leibgarde auf sie aufmerksam und bringen sie an den Hof, wo sie von nun an das Leben des Kronprinzen Robin schützen soll. Um ihr Geheimnis zu wahren und ihren Bruder in Sicherheit zu wissen willigt sie schließlich ein und muss von nun an alles dafür tun, um ihr wahres Ich zu verbergen.

 

 

„Ich habe ein Märchenschloss gefunden. Und in dem Märchenschloss wohnt sogar ein Prinz. Zu schade, dass er mich hinrichten lassen würde, wenn er wüsste, was ich bin.“

Bei „Palace of Glass“ handelt es sich um den  Auftakt zu einer Fantasy Trilogie und gleichzeitig um das Debüt von Christine Lehnen, alias C. E. Bernard.
Und um eins gleich eins vornweg zu nehmen: Es war nicht nur ein brillantes Debüt, es war auch ein absolutes Jahreshighlight!
Aber alles der Reihe nach.
Den Weltenaufbau und die Einführung fand ich phänomenal. Es wird zu Beginn viel beschrieben und detailliert erklärt ohne dass es in irgendeiner Form langweilig wirkt. Ich konnte mich ab der ersten Seite komplett auf die Geschichte einlassen und den wunderschön fließenden Schreibstil von C.E. Bernard genießen.
Auch die Charaktere waren in vielerlei Hinsicht perfekt ausgearbeitet und authentisch, was mir persönlich in einem Buch immer sehr wichtig ist. Wenn ich mit einem Protagonisten nicht warm werde oder mich dessen Schicksal kalt lässt, wirkt sich das immer auf den Gesamteindruck aus, selbst wenn es sich nur ein Nebencharakter handelt.
Die Lovestory und die damit verbundenen Komplikationen zwischen Rea und dem Prinzen waren zwar vorhersehbar und auch mit den Gefühlen füreinander ging es mir stellenweise etwas zu schnell, aber das sind Nebensächlichkeiten und persönliche Empfindungen, die meine Begeisterung für das Buch keinesfalls trüben.
Ich bin jetzt schon sehr gespannt auf Band 2, der Klappentext verspricht auf jeden Fall einiges.

 

 

Insgesamt kann ich „Palace of Glass – Die Wächterin“ uneingeschränkt empfehlen. Ein Pageturner mit viel Spannung, Romantik und einem faszinierenden Weltentwurf, der definitiv auf meiner Jahreshighlight-Liste landet.

 

Über den Autor

C.E. Bernard ist das Pseudonym von Christine Lehnen, die 1990 im Ruhrgebiet geboren wurde und seitdem in Kanada, den Vereinigten Staaten, Australien und Paris gelebt hat. Ihre Kurzgeschichten wurden mit den Literaturpreisen der Jungen Akademien Europas und der Ruhrfestspiele Recklinghausen ausgezeichnet. Seit 2014 lehrt sie Literarisches Schreiben an der Universität Bonn. Daneben studiert Christine Lehnen Englische Literatur und Politikwissenschaft, forscht zum Thema Kreatives Schreiben und inszeniert Theaterstücke mit der Bonn University Shakespeare Company.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*