Rezension Bloody Weekend: Neun Jugendliche. Drei Tage. Ein Opfer – M.A. Bennett

Autor: M.A. Bennett
Titel: Bloody Weekend – Neun Jugendliche. Drei Tage. Ein Opfer
Herausgeber: Arena Verlag
Datum der Erstveröffentlichung: 02. Februar 2018
Buchlänge: 344 Seiten
ISBN: 340160399X
Titel der Originalausgabe: S.T.A.G.S
Preis: HC 16,00€ / Ebook 12,99€
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Greer will eigentlich nicht dazugehören. Sie genießt es geradezu, Außenseiterin an dem altehrwürdigen Internat St. Aiden zu sein. Sie folgt zwar den unausgesprochenen Regeln der Schule – kein Handy, kein Internet, kein Plastik. Doch sie weiß: Zu den „Medievals“, der herrschenden Clique um den reichen Henry de Waldencourt, wird sie nie gehören. Als sie die begehrte Einladung erhält, ein Jagd-Wochenende auf Henrys Anwesen zu verbringen, fühlt sich Greer wider Willen geschmeichelt und sagt zu. Doch vor Ort wird schnell klar, dass es um weit mehr geht als um eine bloße Jagd auf Hasen und Hirsche. Greer und zwei weitere Jugendliche kämpfen schon bald um ihr Überleben in der Wildnis. Und die Jagd ist erst der Anfang.

 

„Damit die hochrangigeren Spezies gedeihen“, fuhr Henry in maßvollem, rationalen Tonfall fort, „müssen die niederen eingedämmt werden.“ (Seite 106)

Northumberland, eine Grafschaft im Norden Englands. Hier geht die 16-jährige Geer dank eines Stipendiums an das angesehene Elite Internat “St. Aidan the Great School“, kurz genannt “STAGS“. Im siebten Jahrhundert durch einen Mönch gegründet, trägt die Schule den Hirsch als Wappentier und auch sonst ist hier alles ein bisschen anders. Die Lehrer beispielsweise werden mit “Pater“ angesprochen und tragen merkwürdige Kutten, typische Sportarten wie Fußball sind hier durch Rugby und Lacrosse ersetzt worden und auch Handys oder Tablets gelten als verpönt.
Anfangs noch voller Vorfreude, begreift Geer aber schnell, dass es an diese Schule nicht einfach für sie werden wird. Ihre Mitschüler und selbst ihre Mitbewohnerin meiden jeglichen Kontakt mit ihr, und selbst mit anderen Außenseitern kommt sie nur selten ins Gespräch.
Umso überraschter ist Geer, als sie eines Abends eine Einladung von Henry de Warlencourt, dem Schwarm ihrer Schule überhaupt, für ein gemeinsames Jagdwochenende auf seinem herrschaftlichen Landsitz erhält. Zusammen mit zwei weiteren Mitschülern wurde ausgerechnet sie dazu auserkoren drei Tage mit ihm und seiner Clique, den “Medivals“ zu verbringen.
Geer sagt natürlich sofort zu und ignoriert dabei sämtliche Warnungen sowie ihr komisches Bauchgefühl, da sie sich nach Monaten der Isolation nichts weiter wünscht, als endlich dazuzugehören. Doch niemals hätte Geer mit dem gerechnet, was sie tatsächlich dort erwartet.

 

 

Sorgen muss man sich erst machen, wenn die Schreie verstummen. (Seite 118)

„Ich glaube ich bin eine Mörderin“. Mit diesem Satz beginnt der Jugendthriller, der komplett aus der ich-Perspektive der Hauptprotagonistin Geer erzählt wird. Was ist an diesem Wochenende bloß passiert? Diese Frage zieht sich von nun an wie ein roter Faden durch das Buch und hat mich von Anfang an gefesselt. Auch der übrige Schreibstil und die zuweilen direkten Ansprachen, in denen sich Geer direkt an den Leser wendet (“Vielleicht habt ihr inzwischen online über ihn gelesen…” Seite 16), haben mir sehr gut gefallen. Man wird sorgfältig in die Story eingeführt, lernt das Internat mit all seinen Besonderheiten und den einzelnen Personen besser kennen und kann dadurch sehr schnell in die Geschichte finden. Spannung erzeugen vor allem die regelmäßig gestreuten Hinweise und Andeutungen, in denen schnell klar wird, dass es definitiv nicht das ruhige Wochenende sein wird, das Geer und ihre zwei Begleiter erwartet haben. Zudem war das Setting in meinen Augen perfekt gewählt und auch die Darstellung der Klassenunterschiede in der Schule durchweg glaubwürdig. Zwar läuft es nicht immer nur auf Elite vs. Unterschicht hinaus, aber die Einblicke in die Gefühlswelt beider Parteien waren sehr interessant.

 

 

Bloody Weekend konnte mich in vielerlei Hinsicht überzeugen: sehr gute Umsetzung,  atmosphärisches Setting, glaubwürdige Charaktere und spannender Schreibstil.
Definitive Leseempfehlung für diesen gelungenen Jugendthriller.

♥  Vielen Dank an den Arena Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars! ♥

 

Über den Autor

M.A. Bennett (ausgeschrieben Marina Fiorato) ist eine britische Autorin mit italienischen Wurzeln. Sie lebt zusammen mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern im Norden Englands.

2 thoughts on “Rezension Bloody Weekend: Neun Jugendliche. Drei Tage. Ein Opfer – M.A. Bennett

  1. Guten Morgen

    das Buch hört sich echt gut an und ich muss es bald echt mal von meinem SuB befreien. Bin schon gespannt, wie es mir gefallen wird.

    Liebste Grüße
    Sonja

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